Mittwoch, 24.11.2010
Frostiger Empfang
22.11.2010
2 °C
Lange hat die Wartezeit am Bahnhof München bis zur Abfahrt des Zuges nach Villach gedauert. Aber pünktlich um 23:40 Uhr setzten sich die Räder in Bewegung und der letzte Abschnitt unserer Reise konnte beginnen. Wir hatten im Wagen 279 eine Sitzplatzreservierung und so war wenigstens garantiert, dass wir den Weg von München über Salzburg nach Villach nicht stehen mussten.
Nachdem der Schaffner unsere Fahrkarten gezwickt hatte, machten wir es uns im Abteil etwas gemütlich. Ohne Halt ging es bis zur Grenze in Freilassung, wo Lokführer und Schaffner wechseln. Da EU, gibt es keine Grenzkontrollen mehr, obwohl die Polizei einmal durch den Zug patrollierte. Der österreichische Schaffner machte uns noch darauf aufmerksam, auf unsere Wertsachen aufzupassen, da es in diesem Nachtzug immer wieder zu Überfällen kommen würde. Angesichts seines Umfangs hatten wir eigentlich keine Bedenken um unsere Sicherheit, da er aber alleine für alle 9 Wagons zuständig sei, könnte er nicht überall zugleich sein.
Da der Zug dann nur noch in Salzburg, Schwarzach St. Veit, Bad Gastein und Mallnitz anhielt, verging die Zeit doch fast wie im Fluge. Pünktlich um 3:51 Uhr erreichten wir Villach Hauptbahnhof. Dort erwartete uns Eiseskälte, 2 Grad, wo wir doch noch vor 36 Stunden bei 32 Grad an der Copacabana Spazieren gegangen waren! Welch frostiger Empfang. Umso herzlicher jedoch begrüßte uns Olaf, Herthas Schwiegersohn, der dankenswertweise so früh aufgestanden war, um uns abzuholen.
Komisch war es, sich wieder auszukennen. Schnell hatte man wieder ein Gefühl der Sicherheit, denn man wusste schon wohin uns diese Straße führen würde, nämlich nach Hause!
Wie schön ist es zu verreisen, doch wie schön ist es, wieder an einen Ort zurückzukehren, an dem man weiß, dass man liebevoll erwartet wird.
Herzlichen Dank all jenen, die uns die Tage über zu Hause mit ihren guten Gedanken begleitet haben. Großen Dank an Melitta, die jeden Tag das Reiseprogramm des Veranstalters auf diese Seite gestellt und in mühevoller Kleinarbeit meine Z und Y und die Umlaute ausgebessert hat. In den nächsten Tagen und Wochen werden die jeweiligen Seiten noch ergänzt und vollständigt. Bilder gibt es in Hülle und Fülle und da wartet noch ein ganz schöner Brocken auf mich. Aber so kann ich die Reise immer wieder von Neuem erleben und habe länger etwas davon.
Gut, dass wir wieder gesund gelandet sind, was nicht selbstverständlich ist, wie wir gerade bei dieser Reise feststellen mussten.
Körperlich sind wir hier, doch unsere Gedanken sind zum Teil noch immer in Rio.
Wir hoffen jedoch, dass auch Franz und Hilde uns bald in die Heimat folgen können.
Eingestellt von fegoesrio 23:13 Archiviert in Oesterreich







